Tennis Guru. Der Guru liebt das Spiel so wie Du.

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Tennis Guru – Der Guru liebt das Spiel so wie Du

 

Punkt für Punkt – Die Zählweise

 

  • Im Tennis gibt es Punkte, Spiele, Sätze und das Matches.
  • Man benötigt abhängig vom Wettbewerb (Bei Damen immer 2, bei den Herren zwischen 2-3) in der Regel immer 2 Gewinnsätze um ein Match zu gewinnen.
  • Für jeden Satz braucht man mind. 6 gewonnene Spiele. Mind. 6 deswegen, weil man beim Stand von 5:5 bis 7 spielt.
  • Um ein Spiel zu gewinnen wiederum muss man mind. 4 Punkte gewinnen. Die Zählweise ist dabei: 15:0, 30:0, 40:0, Punkt. Steht es beispielsweise 40:40 bzw. Einstand oder Deuce (Siehe Tennis ABC) gewinnt derjenige Spieler das Spiel der zwei nacheinanderfolgenden Punkte erzielt. Gewinnt bspw. der Aufschläger beim Stand von 40:40 den nächsten Punkt so spricht man von Spielball. Gewinnt der retournierende Spieler beim Stand von 40:40 den nächsten Punkt spricht man von Breakball.
  • Sonderfall Tiebreak: Steht es im Regelären Satz 6:6 gibt es in der Regel einen sogenannten Tiebreak (siehe Tennis ABC). Der Tiebreak entscheidet einen Satzgewinn- oder Verlust und besteht selbst wiederum aus 7 Einzelpunkten.

 

Aufschlag und Return

 

  • Nach einem Münzwurf, durchgeführt vom Schiedsrichter, entscheidet der Gewinner ob er lieber Aufschlag haben möchte oder Return. Der Verlierer des Münzwurfs darf entscheiden auf welcher Seite er starten möchte.
  • Der Aufschlag wird in jedem Spiel gewechselt.
  • Gewinnt bspw. der Retournierende Spieler das letzte Spiel eines Satzes, beginnt er auch den Folgesatz.
  • Jeder Spieler hat für einen Punkt jeweils zwei Aufschläge (siehe Tennis ABC). Wenn einer der Aufschläge das Netz berührt, aber dennoch im Zielfeld landet spricht man von Netzsroller. In diesem Fall wird der jeweilige Aufschlag wiederholt.
  • Landen zwei Aufschläge im Netz und oder im Aus, spricht man von einem Doppelfehler und der Punkt geht an den retournierenden Spieler.
  • Der Tiebreak wird immer vom zuvor retournierenden Spieler eröffnet

 

Seitenwechsel

 

  • Nach dem ersten Spiel werden direkt die Seiten gewechselt
  • Danach erfolgt er Seitenwechsel nur alle 2 Spiele
  • Im Tiebreak gibt es nach 6 gespielten Punkten einen Seitenwechsel

 

Pausen und Timeouts

 

  • Nach jedem Spiel gibt es 2 Minuten Pause
  • Ausnahme bildet das erste Spiel im Satz ab. Hier wird in der Regel keine Pause gemacht bzw. wenn dann kurz eine Trinkpause beim Wechseln des Platzes
  • Nach einem Satz gibt es 5 Minuten Pause
  • Es gibt abhängig vom Wettbewerb auch einige künstliche Pause, wie bspw. Medical Timeouts, also medizinische Behandlungen oder Toilettenpausen (letztere dürfen nur zwischen Sätzen genommen werden).

 

Untergrund und Belag

 

  • Sand: In der Regel finden die meisten Turniere auf Sand statt. Vor allem in Europa und speziell in Deutschland, Österreich und der Schweiz sind die Plätze der roten Asche sehr beliebt, wobei der Sandplatz-Höhepunkt in Paris bei den French Open stattfindet. Die klassische Sandplatz-Saison geht von Anfang April bis Ende September, wobei es natürlich interkontinental auch Sandplatz Turniere außerhalb dieses Zeitfensters gibt (bspw. Turniere in Latein- und Südamerika, ebenfalls Regionen mit einer Vielzahl an Sandplätzen, zu Beginn eines Jahres). Sandplätze sind in der Regel etwas langsamer bestehen aus Ziegelmehl bzw. einem Recycling-Produkt aus zerkleinerten Ziegelsteinen. Die Anschaffung bzw. der Bau von Sandplätzen ist in der Regel kostenärmer, dafür die regelmäßige Platzpflege wie bspw. die Bewässerung oder Bewaltzung, teurer.
  • Rasen: Die Rasensaison hat die kürzeste Saison des Jahres und finden in der Regel im Juni und Juli statt. Der Höhepunkt der Rasensaison ist Wimbledon, das wohl prestigeträchtigste Tennisturnier der Welt. Merkmale von Rasenbelägen sind unter anderem die Schnelligkeit, kurze Ballwechsel und ein Boden der sich innerhalb einer Turnierwoche einem Acker gleicht.
  • Teppich: Dieser Belag findet hauptsächlich im Hobby- und Amateuertennis Bereich noch Anwendung, wobei er offiziell noch als Turnierbelag bei der ATP Tour gelistet ist. Generell ist auch der Teppich-Belag analog dem Rasenbelag ein schneller Untergrund mit einem niedrigen Ballabsprung. Auf dem Teppich-Belag befinden sich in der Regel auch noch synthetische Gummikörner.
  • Hart: Hartplatz-Anlagen oder Hartcourts sind vor allem in Amerika zu Hause. Sie bestehen in der Regel aus diversen Schichten von Acryl (wie bspw. bei den US Open), Gummi, Silizium sowie weiteren Materialen und werden auf Basis von Asphalt oder anderen Untergründen angelegt. Hartplätze sind ebenfalls schnelle Beläge, allerdings nicht so schnell wie Rasenplätze. Dafür haben sie einen konstanten Ballabsprung.
  • Generell: Für alle Arten von Beläge gibt es einen berechtigten Grund. Am pflegeleichtesten sind mit Sicherheit Hartplätze oder Teppichanlagen, wohin gegen gerade Naturrasenplätze am besten an Instandhaltungszeit benötigen. Darüber hinaus gibt es für alle Arten von Plätzen auch jeweils individuelle Tennisschuhe, um auf dem entsprechenden Untergrund die besten Spieleigenschaften hervorzurufen.

 

Pausen und Timeouts

 

 

  • Einspielphase: Die Einspielphase dauert 5 Minuten und unterliegt einem festen Ablauf. Ein paar Grundlinienbälle, Volleys/Smashs und Aufschläge. Danach kann das Match beginnen. Für den Fall einer Regenpause gibt es ggf. eine weitere Einspielphase, abhängig davon wie lange sie anhält. Unter 15 Minuten kein, zwischen 15 und 30 Minuten, 3 Minuten und länger als 30 Minuten wieder 5 Minuten
  • Nach dem ersten Spiel eines Satzes gibt es keine (offizielle) Pause. Dadurch dass es aber einen Seitenwechsel gibt, ist es nicht unüblich kurz einen Schluck Trinken zu nehmen bzw. sich das Handtuch geben zu lassen. Dann alle 2 Spiele gibt es einen Seitenwechsel inkl. 90 Sekunden Pause.
  • Nach einem gespielten Satz gibt es 2 Minuten Pause.
  • Medial Time Out: Sollte sich ein Spieler verletzen, kann er eine 3-minütige medizinische Auszeit nehmen. In der Regel wird diese dann nach einem Satzende genommen oder in Ausnahmefällen auch nach einem Spiel. Der verletzte Spieler meldet beim Schiedsrichter, dass er einen Turnierarzt braucht. Bei kleineren Verletzungen geht es dann in der Regel rasch weiter. In schlimmen Fällen erfolgt ein Spielabbruch.
  • Toilettenpause: Selbstverständlich kann ein Spieler auch während einem Match die Toilette aufsuchen. Dafür muss dies ebenfalls beim Schiedsrichter angemeldet werden. In der Regel nehmen Spieler eine Toilettenpause nach einem Satz. In Ausnahmefällen ist dies aber auch während eines Satzes möglich.

 

  „New Balls please!“: Wann neue Bälle ins Spiel kommen

 

 

  • Im Hobbytennis wechselt man die Tennisbälle meist erst dann wenn sie abgenutzt sind. Dies kann je nach Intensität nach 1-2 Matches der Fall sein. Im Profitennis werden diese viel öfter gewechselt. Genauer gesagt nach den ersten 7 Spielen und danach alle 9 Spiele. Die Differenz zum ersten Spiel deshalb, da die Einspielphase ebenfalls mit einkalkuliert wird.